Energiespartipps - Wasser sparen
Macht Wasser sparen Sinn?
Deutschland ist im Vergleich mit anderen Regionen der Erde ein wasserreiches Land. Selbst bei Zunahme trockener Witterungsabschnitte im Zuge eines Klimawandels sind die Auffüllung der Grundwasserspeicher durch ausreichende Niederschläge und eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung langfristig nicht gefährdet.
Die Versorgungsunternehmen kennen bei der Bereitstellung von Trinkwasser in Deutschland daher keine Mengenprobleme.
Trotzdem ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem "nassen Element" angeraten und vor allem sein Schutz vor Verschmutzung trägt zum Erhalt der Umwelt bei.
Zu einem nachhaltigen Umgang mit Wasser als Lebensmittel Nr. 1 gehört, dass es bewusst verwendet und nicht verschwendet wird, zumal sich auch Trinkwasser nicht ohne volkswirtschaftlichen bzw. energetischen Aufwand herstellen lässt. Eine sinnvolle Wassernutzung beschränkt sich nicht auf das Sparen in der Menge - die Hauptaufgabe besteht vorrangig darin, bei seiner Verwendung das Wasser möglichst wenig zu belasten.
Welche Argumente spielen bei der Wasserbereitstellung eine Rolle?
Wegen Aufwendungen für das Rohrleitungsnetz u.a. Faktoren bestehen ca. 80 bis 90 Prozent der Kosten eines Wasserversorgungsunternehmens aus Fixkosten, sind also von der Menge unabhängig. (Die Preise pro Einwohner und Jahr für Trinkwasser + Abwasser liegen bei 82 €+111 €= 193 €.)
Sinkender Wasserverbrauch geht allgemein mit ansteigendem Kubikmeterpreis einher, da die anfallenden festen Kosten auf eine kleinere Menge an Kubikmetern umgelegt werden müssen. Eine weitere Reduzierung des häuslichen Wassergebrauchs ist daher zwar denkbar, aber nicht in jedem Fall vorteilhaft.
Auch muss das Trinkwassernetz immer einen gewissen Wasserdurchsatz aufweisen, denn längere Standzeiten würden die Trinkwasserqualität beeinträchtigen. Das zwingt die Wasserversorgungsunternehmen zum Handeln: Sie müssen das Leitungsnetz häufiger spülen, selbstverständlich mit Trinkwasser. Zu einer tatsächlichen Trinkwassereinsparung kommt es nicht, denn die Kosten für die Reinigungsmaßnahmen werden über die Trinkwasserpreise an die Kunden weitergegeben.
Welche Tipps für die Warm-/Wassernutzung im Haushalt gibt es?
Im bundesdeutschen Durchschnitt werden täglich ca. 131 Liter Wasser pro Person verbraucht. (Die Schmutzwassermenge pro Einwohner und Tag liegt bei 110 Liter.)
So lassen sich unnötige Wasserverluste vermeiden, ohne an Hygiene und Komfort zu sparen:
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Defekte Dichtungen an Wasserhähnen und Toilettenspülungen sofort auswechseln. Der ewig tropfende Hahn oder eine Toilette, die nicht "dicht hält", verbrauchen weit mehr als gedacht. Ein Tropfen pro Sekunde sind 20 Liter pro Tag, die ungenutzt verloren gehen.
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Duschen statt Baden spart Energie und bis zu 70 Prozent Wasser. Weniger Warmwasserverbrauch bedeutet auch weniger Stromverbrauch. Noch einmal 40 Prozent können eingespart werden, wenn Sparduschköpfe Verwendung finden. Wasser beim Einseifen unter der Dusche abstellen!
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Die gewünschte Wassertemperatur lässt sich mit einem sogenannten Einhebelmischer schneller einstellen, so dass 15 bis 30 Prozent weniger Wasser und Strom verbraucht werden.
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Die Temperatur von Warmwasserspeichern nicht höher als erforderlich einstellen. Heißer als 55-max. 60 °C sollte Ihr Warmwasser nicht sein. Zu hohe Temperaturen haben zudem mehr Kalkablagerungen zur Folge.
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Beim Zähneputzen und Rasieren den Wasserhahn nicht unnötig laufen lassen.
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Beim Neukauf einer Waschmaschine auf den Wassergebrauch achten. Sparsame Modelle kommen mit rund 40 bis 50 Litern Wasser je Waschgang aus.
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Das Gleiche gilt für den Kauf eines Geschirrspülers. Der Wassergebrauch für zwölf komplette Gedecke sollte zwischen 12 und 15 Litern liegen. Bei Handreinigung Geschirr nicht unter fließendem Wasser abspülen.
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Wasch- und Geschirrspülmaschinen nur voll beladen anstellen, auf die Vorwäsche beziehungsweise das Vorspülen kann oft verzichtet werden.
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Wassersparende Durchflussbegrenzer an einer Entnahmestelle können den Wassergebrauch reduzieren. Sie werden in verschiedenen Ausführungen angeboten. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten.
Achtung: Bei Durchlauferhitzern und drucklosen Wasserspeichern dürfen Durchflussbegrenzer nicht eingesetzt werden, um Störungen an den Geräten zu vermeiden.
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Sparsame Spülkästen für das WC benötigen heute nur noch sechs Liter Wasser und sind mit einer Spartaste ausgestattet, die eine Wasserunterbrechung ermöglicht. Das Toilettenbecken muss jedoch an die verringerte Wassermenge angepasst sein, sonst wird es nicht mehr richtig ausgespült. Der Fachhandel hilft gerne weiter.